Die Aufstiegsfeier vom Sommer 2019 ist wohl den Meisten von uns noch in guter Erinnerung. Nach Stunden des Feierns auf dem Länggassplatz nahm meine Geschichte ihren Lauf.
Zu später Stunde, die Mehrheit der Feiernden hatte das Schluckstübli bereits verlassen, begab ich mich auf den Nachhauseweg. Wenige Meter vor meiner Haustüre wollte ich den Hausschlüssel aus meinem Portemonnaie nehmen. Meine Schlüssel waren alle an ihrem gewohnten Platz, nur mein Hausschlüssel war nirgends zu finden.
Mir blieb nichts anderes übrig als nochmals auf den Länggassplatz zu gehen, da ich wusste, dass im ganzen Haus keine Person war, die mir hätte öffnen können. Auf dem «Bitz» angekommen, waren noch etwa vier Personen dort. Keine von ihnen hatte meinen Schlüssel gesehen. Auch bei der kurzen Suchaktion auf dem Rasen fand ich ihn nicht wieder. Die Suche nach einer Übernachtungsgelegenheit begann.
Ich erinnerte mich, dass Bedi und «Guge» Müller zu jenen gehörten, die noch im Schluckstübli waren, als ich es zum ersten Mal verlassen hatte. Da sie in derselben Strasse wohnen wie ich, versuchte ich mein Glück und rief Bedi an.
Wie wir aus den zahlreichen Geschichten bereits lernen konnten, war auch in dieser Situation Verlass auf Bedi. Ich durfte mich nach abermaligem Ablaufen meines Heimwegs bei ihnen auf dem Sofa schlafen legen.
Am nächsten Tag hatte ich ein dichtes Programm: Ich musste in Bern um 13.00 auf den Zug, da meine Mutter eine Geburtstagsfeier geplant hatte. Um mich dorthin zu begeben, musste ich aber zuerst nach Hause. Nach einem Zmorge mit Guge machte ich mich also abermals auf den Weg auf den Bitz, um meinen Schlüssel zu suchen.
Kaum angekommen, hatte ich ihn bereits gefunden. Das hatte ich in erster Linie meiner Faulheit zu verdanken, weil ich es für zu anstrengend befunden hatte, über den normalen Eingang mit den Toren zu kommen, die ich hätte öffnen müssen.
Wahrscheinlich war mir der Schlüssel beim Fussballspielen oder beim Getränkekauf aus dem Portemonnaie gefallen. Jedenfalls konnte ich an die Geburtstagsfeier meiner Mutter gehen und war froh, dass ich durch meine Faulheit für einmal Zeit gewonnen hatte.
Zur Person Jonathan "Johnny" Deneys
Nach dem Durchlauf sämtlicher Juniorenstufen beim FC Länggasse folgten ein paar wenige Spiele bei den Aktivmannschaften. Aufgrund der zweiten Meniskusverletzung innerhalb von zwei Jahren entschied sich Jonathan, dem Fussball statt als Spieler als Trainer erhalten zu bleiben. Nach mehreren jüngeren Juniorenstufen trainiert Jonathan seit letztem Sommer die C-Junior*innen.